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Warum Satellit für IoT? 6 entscheidende Vorteile

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satellite IoT webinarSatelliten erleben zur Zeit eine Art Renaissance, da eine Reihe von Konstellationen erneuert wurde bzw. neue Konstellationen im Gespräch sind. Der große Unterschied zu früheren kommerziellen Satelliteneinsätzen ist, dass diese neuen Konstellationen nun über Zugang zum Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Maschine-zu-Maschine (M2M)-Kommunikation verfügen, was einen großen Teil ihrer Umsatzstrategie ausmacht – das Geschäftsszenario dreht sich also nicht mehr wie in den späten 1990ern nur noch um Sprachkommunikation.

Beecham Research setzt die jährliche Wachstumsrate von Satelliten-IoT-Verbindungen mit 12 % pro Jahr zwar sehr konservativ an, aber viele neue Satelliten-IoT-Anwendungen werden durch weiter sinkende Kosten immer tragbarer und bieten somit schnellere Wachstumschancen. Und obwohl der Einsatz von Satelliten für IoT momentan noch größtenteils gewerblich ist, herrscht großes Potential für den Markt eines Satelliten-IoT für Verbraucher.

Da die Abdeckung der Mobilfunknetze jedoch immer größer wird, bleibt die Frage „Warum Satellit?“

Hier finden Sie sechs Gründe, warum Integratoren zunehmend Satelliten in ihre IoT-Anwendungen einbinden:

1. Abdeckung
Die Abdeckung ist das vorrangige Wertversprechen für die Mehrheit derer, die sich für Satellitenkonnektivität entscheiden. Daran wird sich vorrausichtlich nie etwas ändern. Satelliten bieten aber noch andere, weniger bekannte Leistungsversprechen, die den Abdeckungsvorteil entweder ergänzen oder einen eigenständigen Grund für die Wahl einer Satellitenverbindung darstellen.

2. Zuverlässigkeit
Einer der entscheidenden Vorteile, den bestimmte Satellitensysteme bieten können, ist eine höhere Zuverlässigkeit. Die Satellitenverfügbarkeit kann bei über 99,9 % liegen und einen Servicelevel bieten, den Mobilfunknetze nicht garantieren können, insbesondere wenn der Anwendungsbereich auf Regionen außerhalb von Stadtgebieten erweitert wird. Die Zuverlässigkeit des Mobilfunks ist ziemlich gut, aber bestimmte Umstände können den Mobilfunkdienst beeinträchtigen, während Satellitendienste davon unberührt bleiben. Darunter fallen hauptsächlich Aspekte wie die Lage der Netzwerkinfrastruktur und Umweltbedingungen, aber auch Überlastungsprobleme. Die hohe Zuverlässigkeit von Satelliten kann in einigen Fällen reine Satellitenlösungen begünstigen und in anderen einen unabhängigen, redundanten Kanal zur primären Mobilfunkkonnektivität ermöglichen.

3. Langlebigkeit
Satellitennetzwerke haben einen relativ langen Lebenszyklus. Da von all diesen Konstellationen erwartet wird, dass sie abwärtskompatibel sind, sind Lebenszyklen von über 20 Jahren keine Seltenheit. Das ist ziemlich lang verglichen mit der Lebensdauer von Mobilfunknetzen, wo 2G bereits so gut wie abgeschafft ist, 4G allmählich 3G ersetzt und es bereits erste Testläufe mit 5G gibt.

4. Unmittelbarkeit
Die Tatsache, dass Satellitenkommunikation keine lokale Infrastruktur erfordert, ist ein weiterer wichtiger Vorteil. Für entlegene Gebiete stehen andere Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, die allerdings mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand für neue Infrastruktur einhergehen. Private Funknetze können Standorte verbinden, benötigen aber wie Mobilfunkmasten eine Art von Backhaul-Einrichtung. Der Einsatz eines Satellitenterminals kann die Bereitstellung in vielen Fällen erheblich vereinfachen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Satelliten-IoT im Allgemeinen weltweit funktioniert, d. h. es keine verschiedenen Produktvarianten benötigt, um alle geografischen Anforderungen abzudecken.

5. Isolation
Das fünfte Wertversprechen erfüllen Satelliten-IoT-Netzwerke, die in der Regel als proprietäre, geschlossene Systeme angeboten werden und infolgedessen eine höhere Zuverlässigkeit und Sicherheit haben.

6. Multicasting
Der letzte Vorteil ist eine neue Entwicklung, die nur bei einer Hand voll Satelliten-IoT-Anbietern verfügbar ist – Multicasting. Darunter versteht man die Übertragung einer Nachricht an eine Gruppe oder Untergruppe von Teilnehmern als einzelnes gebührenpflichtiges Ereignis. Durch den großen Übertragungsbereich (Strahlgröße) des Satelliten kann eine einzelne Übertragung mehrere Gruppen erreichen, wodurch die Kosten für bestimmte Übertragungen gesenkt werden.

Innovationen beim Satelliten-IoT eröffnen neue Möglichkeiten
satellite myths
Technologie war ebenfalls ein Katalysator, der Verbesserungen bei den Satelliten-IoT-Angeboten vorangetrieben hat, so dass übliche Beschränkungen überwunden und verbreitete Satellitenmythen ausgeräumt wurden und Satelliten-IoT schließlich zu einer bevorzugten Option für viele Anwendungen geworden ist.

Geräte für Satelliten-IoT sind (wie die Satelliten selbst) immer kleiner, günstiger und leistungsstärker geworden. Sie sind auch intelligenter geworden und verfügen inzwischen über die Fähigkeit, Least Cost Routing mit Satelliten-Mobilfunknetzen im Dual-Modus zu nutzen, um automatisch die kosteneffektivste Nachrichtenoption auszuwählen. Heutzutage ist es auch möglich, intelligente Datenabfragen und Filterung am Netzwerkrand durchzuführen, um ausschließlich benötigte Daten dann zu übertragen, wenn sie benötigt werden.

Innovationen haben auch Verbesserungen bei Effizienz, Leistungsoptimierung und der Nachrichtenübermittlung per Satellit gefördert. Die meisten Satelliten-IoT-Dienste nutzen Paketdaten, eine äußerst effiziente Methode für den Datenaustausch, die im Gegensatz zu einer IP-Übertragung keinen Overhead hat, insbesondere bei einfachen Meldungen wie dem Abruf einer GPS-Position.

In einigen Fällen kann der Overhead des IP-Verkehrs bei regelmäßigen Übertragungen auf mehr als das Zwanzigfache der Daten ansteigen, die von einem Satelliten genutzt werden. Satellitenanbieter haben Maßnahmen ergriffen, um die Integration dieses Protokolls unter anderem durch die Nutzung von Parsing, Kompression, Expansion und mehrerer Zugangsmethoden an den Daten-Gateways für Nutzer zu vereinfachen. ORBCOMMs DeviceCloud bezieht Daten von Geräten, damit Nachrichten identisch dargestellt werden, ob sie nun über Satellit oder Mobilfunk übermittelt wurden.

DeviceCloud is a single interface for managing multiple networks and devices, where connectivity and device-specific messaging is abstracted to a common interface and messaging API.

Die DeviceCloud ist eine einzige Schnittstelle zur Verwaltung mehrerer Netzwerke und Geräte, mit der Konnektivität und gerätespezifische Nachrichtenübermittlung in einer einheitlichen Schnittstelle und Messaging API zusammengefasst werden.

Es sind inzwischen auch Werkzeuge erschienen, die Satellitenanwendern die Arbeit erleichtern. Da wir mehrere Verbindungsoptionen für Satellit und Mobilfunk anbieten, hat ORBCOMM ein gemeinsames Nutzerverwaltungsportal entwickelt, über das Sie Ihre Teilnehmer und Abrechnungen verwalten können, wodurch die Verwaltung der Satellitenkonnektivität genauso einfach wie beim Mobilfunk wird. Zusammengeführte Satelliten- und Mobilfunkdatenpläne werden in Zukunft ebenfalls verfügbar sein, da inzwischen der Wert von Satelliten als Backup für die primäre Mobilfunkkommunikation erkannt wurde.

Diese Vorteile sind im Hinblick auf das Potenzial von Satelliten für IoT-Anwendungen aber nur die Spitze des Eisbergs. Für welche Umbrüche haben Satelliten bei Ihnen und Ihrem Unternehmen gesorgt? Posten Sie unten Ihre Kommentare…

Wenn Sie weitere Informationen zum Einsatz von Satelliten-IoT-Lösungen benötigen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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